angsty ever after

angsty ever after

Ich habe nie verstanden, wie jemand starr vor Angst sein konnte. Regungslos, wie angewurzelt, das Reh im Scheinwerferlicht. Und von einer Sekunde auf die nächste ist alles vorbei.

Meine Angst war immer auch eine Flucht. Ich lief vor allem weg: Vor vollen Konzertsälen, vor Supermarktkassen, vor überfüllten U-Bahnen, vor Dates, vor Verantwortung, vor meinem eigenen Leben. Jedes Mal schlug ich meine eigene Bestzeit, bis ich mich irgendwann gar nicht mehr erst an die Startlinie begeben habe. Weggelaufen vor (der) Angst. Angst vor der Angst ist eine tückische Sache. Es ist ein schwarzes Loch, das dich verschlingt und kein Licht mehr durchlässt.

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first [panic] aid kit

first [panic] aid kit

Ich habe Panikattacken durchgespielt und ich empfehle es niemandem. Zusätzlich schalte ich leider hin und wieder noch unentdecke Bonuslevel frei, auf die ich gerne verzichtet hätte. 1/5 stars, would not recommend. Da das bedauerlicherweise nicht so einfach ist, habe ich ein kleines Sammelsurium an Tipps zusammengestellt, die mir während einer aufkeimenden Panikattacke geholfen haben und die vielleicht auch dir helfen. Panik hat den großen Vorteil, dass sie sich ablenken lässt; darauf basieren viele der Methoden. Auch hier wieder der kleine Hinweis, dass keine Panikattacke gleich abläuft und jeder Mensch solche anders wahrnimmt. Was mir hilft, muss nicht zwangsläufig dir helfen und umgedreht. Für mich war es ein langer Weg, bis ich das Gefühl hatte, die Panik unter Kontrolle zu haben. Vieles probiert, vieles verworfen, oft resigniert und doch weitergemacht; auch mit professioneller Hilfe (no shame)!

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year one after the pill

year one after the pill

Schon wieder ein Post über das Pille absetzen? Ja, und wenn es nach mir ginge, könnte es davon gar nicht genug geben.

Heute vor einem Jahr nahm ich meine letzte Pille. Ich schrieb bereits im November über die ersten Veränderungen und dachte naiverweise, dass es das nun war – aber falsch gedacht. Nach sechs Jahren hormoneller Verhütung braucht der Körper einiges an Zeit, um sich davon wieder zu erholen. Dear body, I’m so sorry for what I put you through.

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von pfannkuchen und krapfen

von pfannkuchen und krapfen

Da bin ich nun also, in der Stadt, von der ich niemals gedacht hätte, dass ich hier mal leben werde: Berlin. Mich hier einzuleben fiel mir viel, viel leichter als gedacht und unterbewusst warte ich vermutlich noch auf den großen Knall, auf das zehrende Heimweh, auf den unausweichlichen Fluchtinstinkt. Ich hatte liebe Menschen um mich, die es mir einfach machten hier anzukommen und wahrscheinlich trug auch der Sommer seinen Teil dazu bei. Die Stadt hat einen komplett anderen Puls als jede, in der ich zuvor gewohnt habe und einige Dinge sind mir hier besonders bewusst geworden:

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shelfie june ’17

shelfie june ’17

Wenn Langer Blomqvist dich mit kistenweise reduzierten Bücher ins Innere lockt, du dir hektisch noch schwörst „Aber heute nur ein Buch!“ und du letztlich doch mit Dreien wieder herausgehst – dann hast du wohl alles richtig gemacht. Auch im Juni wuchs der Stapel ungelesener Bücher (gibt es dafür eine Abkürzung in Buchblogkreisen?) wieder und langsam wird es wackelig!

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my acne brings all the boys to the yard (and they’re all mansplaining)

my acne brings all the boys to the yard (and they’re all mansplaining)

Noch nie habe ich einen anderen Menschen mit Akne angesehen und gedacht „Wow, wäre ohne irgendwie schöner.“; noch nie. Meistens nehme ich es nicht mal wahr. Wieso also könnte ich in Tränen ausbrechen, sobald ich mein Gesicht im Spiegel sehe? Wieso drückt meine Akne so sehr auf mein Selbstbewusstsein? Oh ja, ich vergaß – unsere abgefuckten Schönheitsnormen der Gesellschaft.
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read read read

read read read

In der Grundschule war ich zertifizierte Lesekönigin, zu Zeiten von schülerVZ war ich in Gruppen wie „Anonyme Bibliophile“ und alle meine Umzugshelfer verfluchten mich und meine schweren Bücherkartons. Ich mag Bücher. Das ist nun weder eine besonders neue noch besonders außergewöhnliche Information. Ich mag Bücher und ich lese viel, rede jedoch selten darüber – aber wieso eigentlich nicht?  „read read read“ weiterlesen