year one after the pill

year one after the pill

Schon wieder ein Post über das Pille absetzen? Ja, und wenn es nach mir ginge, könnte es davon gar nicht genug geben.

Heute vor einem Jahr nahm ich meine letzte Pille. Ich schrieb bereits im November über die ersten Veränderungen und dachte naiverweise, dass es das nun war – aber falsch gedacht. Nach sechs Jahren hormoneller Verhütung braucht der Körper einiges an Zeit, um sich davon wieder zu erholen. Dear body, I’m so sorry for what I put you through.

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von pfannkuchen und krapfen

von pfannkuchen und krapfen

Da bin ich nun also, in der Stadt, von der ich niemals gedacht hätte, dass ich hier mal leben werde: Berlin. Mich hier einzuleben fiel mir viel, viel leichter als gedacht und unterbewusst warte ich vermutlich noch auf den großen Knall, auf das zehrende Heimweh, auf den unausweichlichen Fluchtinstinkt. Ich hatte liebe Menschen um mich, die es mir einfach machten hier anzukommen und wahrscheinlich trug auch der Sommer seinen Teil dazu bei. Die Stadt hat einen komplett anderen Puls als jede, in der ich zuvor gewohnt habe und einige Dinge sind mir hier besonders bewusst geworden:

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shelfie june ’17

shelfie june ’17

Wenn Langer Blomqvist dich mit kistenweise reduzierten Bücher ins Innere lockt, du dir hektisch noch schwörst „Aber heute nur ein Buch!“ und du letztlich doch mit Dreien wieder herausgehst – dann hast du wohl alles richtig gemacht. Auch im Juni wuchs der Stapel ungelesener Bücher (gibt es dafür eine Abkürzung in Buchblogkreisen?) wieder und langsam wird es wackelig!

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my acne brings all the boys to the yard (and they’re all mansplaining)

my acne brings all the boys to the yard (and they’re all mansplaining)

Noch nie habe ich einen anderen Menschen mit Akne angesehen und gedacht „Wow, wäre ohne irgendwie schöner.“; noch nie. Meistens nehme ich es nicht mal wahr. Wieso also könnte ich in Tränen ausbrechen, sobald ich mein Gesicht im Spiegel sehe? Wieso drückt meine Akne so sehr auf mein Selbstbewusstsein? Oh ja, ich vergaß – unsere abgefuckten Schönheitsnormen der Gesellschaft.
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read read read

read read read

In der Grundschule war ich zertifizierte Lesekönigin, zu Zeiten von schülerVZ war ich in Gruppen wie „Anonyme Bibliophile“ und alle meine Umzugshelfer verfluchten mich und meine schweren Bücherkartons. Ich mag Bücher. Das ist nun weder eine besonders neue noch besonders außergewöhnliche Information. Ich mag Bücher und ich lese viel, rede jedoch selten darüber – aber wieso eigentlich nicht?  „read read read“ weiterlesen

downwards

downwards

„Mein Selbstvertrauen ist gerade etwas angekratzt“, gestehe ich und lache ein wenig verschämt; meine Finger huschen unruhig die Ränder meiner Untertasse auf und ab, ähnlich wie die traurigen Zirkustiger in ihren beengten Gehegen. Beengt, so fühlt es sich auch in meiner Brust an, ich räuspere mich nervös und blinzle zu oft, dem fragenden Blick meines Gegenübers kann ich nicht standhalten, so wie ich Vielem gerade nicht standhalten kann. Fahrig streiche ich mir eine Haarsträhne hinter’s Ohr und reibe mir den Nacken, rutsche unbequem auf der Stuhlkante hin und her. Wenn ich mich schon nicht in Luft auflösen kann, will ich wenigstens dieser Situation so schnell wie möglich entkommen. Ich, das gefundenes Fressen für Freunde der Körpersprache.

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